Die ATEX-Richtlinie 94/9/EG und 1999/92/EG

Die ATEX-Richtlinien haben Gültigkeit in den 25 Staaten der EU zuzüglich der drei EFTA Staaten und der Schweiz

Die ATEX-Richtlinie 94/9/EG regelt das Inverkehrbringen von Produkten. Elektrische Betriebsmittel für staub- und gasexplosionsgefährdete Bereiche müssen, wenn sie den Anforderungen der Ex-Kategorien 1G/1D und 2G/2D entsprechen, durch eine von der EU benannten Stelle baumustergeprüft und entsprechend bestätigt werden. Geräte der Ex-Kategorie 3G/3D können vom Hersteller eigenver-antwortlich bewertet und bescheinigt werden. Darüber hinaus müssen alle exgeschützten Betriebsmittel grundsätzliche Anforderungen an die Sicherheit und die Vermeidung von Gesundheitsgefahren erfüllen. Die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen durch die Betriebsmittel wird durch die EG-Konformitäts-erklärung und die CE-Kennzeichnung bestätigt.

Die ATEX-Richtlinie 1999/92/EG, umgesetzt durch die BetrSichV, ist die Grundlage für die Inbetriebnahme und den Betrieb von Arbeitsmitteln. Sie verpflichtet den Betreiber/Arbeitgeber, sowohl bei der Bereitstellung als auch bei der Benutzung die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu treffen und dabei alle Umstände zu berücksichtigen, die die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit betreffen. Zur Feststellung des geeigneten Arbeitsschutzes ist es die Aufgabe des Arbeitgebers, eine Gefährdungs-analyse durchzuführen. Bezogen auf den Explosionschutz heißt dies, das gleichzeitige Vorhandensein von brennbaren Stoffen, Sauerstoff und von Zündquellen festzustellen und den gefährdeten Bereich anhand der Häufigkeit von Explosionsgefahren und der Auswirkungen von Explosionen zu beurteilen, d. h. in Zonen einzuteilen. Das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung wird im Explosionsschutzdokument festgehalten.

Zonen-Definition nach ATEX 137, Anh. 1, 2

Explosionsgefährdete Bereiche werden nach der Wahrscheinlichkeit des Auftretens explosionsfähiger Atmosphäre in Zonen eingeteilt: